
5. RecyclingDesignpreis 2012
Fünfter deutscher RecyclingDesignpreis vergeben
Gewinner des mit 2.500 Euro dotierten deutschen RecyclingDesignpreises 2012 sind Lea Gerber und Samuel Coendet. Die Jury zeichnet die Schweizer Designer für ihre Secondhand-Kuscheltiere „Outsiders“ aus.
Preisverleihung und Eröffnung der Ausstellung finden am 17. Februrar 2012 im Marta Herford statt. Insgesamt 28 RecyclingDesignentwicklungen werden bis zum 1. April 2012 im Marta Herford präsentiert. Nach der Ausstellung im Marta Herford folgen Präsentationen im Umweltbundesamt Dessau und Bauhaus Dessau, in den stilwerk Designcentern Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Wien sowie im Museum der Dinge Berlin.
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Der RecyclingDesignpreis wird seit 2007 von der RecyclingBörse / Arbeitskreis Recycling e.V. vergeben. Vereinsvorstand Udo Holtkamp: „Mit knapp 600 Bewerbungen, darunter rund ein Drittel aus dem Ausland, gibt es auch zum fünften Wettbewerb wiederum eine große Beteiligung. Die Vielfalt der eingereichten Projekte dokumentiert das große Interesse und den Ideenreichtum zum Thema Ressourcenschonung in der Produktentwicklung“. Neben 350 Bewerbungen aus Deutschland kamen Beiträge aus 35 Ländern. Unter anderem aus Belgien, Brasilien, China, Martinique, Nepal, Österreich, Polen, Spanien, Taiwan, USA.
Mit dem zweiten Platz des Wettbewerbs 2012 würdigten die Juroren die Nachwuchdesigner Felix Kaiser und Dirk Wember aus Münster für ihren Entwurf „DIN 1317“, eine robuste (Garten-)Bank aus Autobahnleitplanken und Palettenholz für die Sitzfläche. Den dritten Platz teilen sich die Münchnerin Waltraud Münzhuber für „Verwebe deinen Lieblingsfilm“ (ein Papierkorb aus alten Video- oder Tonbändern) und Silke Koch (Berlin) für „After Gravity's Rainbow“, skulpturale Objekte aus Porzellan, Glas, Plastik, Metall.
Das Spektrum der eingereichten und ausgestellten ReDesign-Entwicklungen reicht von Mode- und Deko-Accessoires über Kleidung/Textilien bis Möbel. Motto des RecyclingDesignpreises, der sich als einziger Wettbewerb zur Förderung der Ressourcenschonung und CO2-Vermeidung in der Produktentwicklung versteht, ist es, den "verborgenen Sinn weggeworfener Dinge" zu entdecken und nutzbar zu machen. Gefordert sind Entwicklungen aus Materialien etwa vom Sperrmüll, vom „Schrott“ oder aus industriellen / handwerklichen Produktionsrückständen.
Der Jury des RecyclingDesignpreises gehören namhafte Expert/innen an. Sie arbeiten ehrenamtlich. Ihr gehören an:
- Lieven Daenens, Direktor Design Museum Gent
- Jan Hoet, internationaler Kurator, Documenta IX, Gründungsdirektor Marta Herford
- Udo Holtkamp, Vorstand Arbeitskreis Recycling e.V.
- Roland Nachtigäller, Künstlerischer Direktor Marta Herford
- Oliver Schübbe, Designbüro OS2 Designgroup, Dipl.-Ing.
- Véronique Souben, Frac Haute-Normandie, Direktorin
- Constanze Unger, Leiterin der Akademie Gestaltung Münster
- Imke Volkers, Museum der Dinge, Berlin
- Prof. Hermann Weizenegger, Designhochschule Potsdam
- Prof. Verena Wriedt, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur - Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Preisträger/innen

1. Preis
Lea Gerber und Samuel Coendet
Outsiders
(Kuscheltiere, Garn)

2. Preis
Felix Kaiser und Dirk Wember
DIN 1317
(Leitplanke, Einwegpaletten)

3. Preis
Waltraud Münzhuber
Verwebe deinen Lieblingsfilm
(bespielte Videobänder, bespielte Tonbänder, Baumwolle)

3. Preis
Silke Koch
After Gravity's Rainbow
(Porzellan, Glas, Plastik, Metall, Klebstoff)
EINLADUNG ZUR PREISVERLEIHUNG UND AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
17. FEBRUAR 2012, 19 UHR IM MARTA HERFORD
Begrüßung
Alexander Garbe, Inhaber/ Geschäftsführer der stilwerk GmbH
Roland Nachtigäller, Künstlerischer Direktor Marta Herford
anschließend:
Preisverleihung Schüler/innen:
Dr. Birgit Osterwald, Direktorin VHS Gütersloh
Angela Kahre, Marta Herford
Preisverleihung Designer/innen:
Alexander Garbe, Inhaber/ Geschäftsführer der stilwerk GmbH
AUSSTELLUNG IM MARTA HERFORD
18. FEBRUAR BIS 1. APRIL 2012
Öffnungszeiten: 11 - 18 Uhr
Kostenlose Führungen und Workshops für Schulklassen:
Anmeldung 05221.994430-15 (Di-Fr 10-16 Uhr)
Hintergrund
Der RecyclingDesignpreis ist ein „offener“ Wettbewerb, bei dem ohne Altersbeschränkung alle Kreativen, Designer/innen und Gestalter/innen mit professioneller oder semiprofessioneller Ausbildung eingeladen sind, ihre Arbeiten und Entwürfe einzureichen.
Pro Teilnehmer/in oder Team können maximal drei Arbeiten eingereicht werden.
Einsendeschluss für Designer/innen und Designstudierende ist der 31.Oktober 2011. Die Jury entscheidet bis Ende November. Anfang Dezember werden alle Teilnehmer/innen werden per E-Mail informiert.
Ziel des Designpreises
Durch die Verwendung von „weggeworfenen Dingen“ aus Industrie oder Handwerk, von "Abfall", Reststoffen und – Materialien, soll Nutzloses nutzbar gemacht werden. Die so entstehenden Produkte sollen auch für den Verkauf u.a. auch durch Einrichtungen der Beschäftigungsförderung sozial nutzbar werden. Die Produktion von cleveren, schönen, nützlichen redesignten Gegenständen, die prämiert wurden, dient der Umwelt und der Beschäftigungsförderung.
Spektrum gefragter Entwicklungen
Durch die Verwendung und den Gebrauch von weggeworfenen Dingen soll Nutzloses nutzbar gemacht werden. Das scheinbar Nutzlose, Weggeworfene soll für neue Produkte wiederverwendet werden. Das Spektrum gefragter Entwicklungen reicht von Deko-Artikeln über Möbel und Kleidung/Textilien bis Accessoires. Es gilt, den "verborgenen Sinn weggeworfener Dinge" zu entdecken und nutzbar zu machen.
Material
Es ist gefordert, aus „Abfall“ und/ oder industriellen/ handwerklichen Produktionsrückständen Objekte und Gegenstände für den alltäglichen praktischen Gebrauch oder für Dekorations-und Ausstattungszwecke zu entwerfen. Ausgeschlossen sind Materialien, für die es ein Pfandsystem gibt. Für Teilnehmer/innen aus Deutschland: Ausgeschlossen ist auch die Verwendung von Materialien, die mit dem „Grünen Punkt“ versehen sind.
Bewertungskriterien
Bewertungskriterien für Entwürfe zum Recycling Design:
- Gestaltungsqualität und Gebrauchswert
- Umweltverträglichkeit
- Neuartigkeit und Zukunftspotential
- Gefragt sind Entwürfe für Recycling-Produkte, die auch im Rahmen von Einrichtungen der Beschäftigungsförderung oder von Handwerksbetrieben in „kleiner“ oder „größerer“ Serie hergestellt werden können
- Realisierbarkeit auch mit physisch und psychisch Behinderten, Jugendwerkstätten oder Beschäftigungsinitiativen